Was ein Mikro ist, weiß jeder Leser. Die Spezifikationen sollen hier auch vor allem unter dem Gesichtspunkt aufgezählt werden, um sie mit den anderen Rechnerkategorien zu kontrastieren.
Heutzutage hat eine solche Maschine einige hundert KB bis mehrere MB Memory, ein bis mehrere Floppy-Laufwerke und einige Dutzend bis hundert MB Plattenplatz, vielleicht auch etwas mehr.
Der Preis bewegt sich zwischen tausend und zehntausend Mark, je nachdem, was die Maschine an Extras enthält. Mikros haben einen meist graphikfähigen Bildschirm, vor dem der Benutzer auch sitzen muß, wenn er die Maschine bedienen will. Läuft auf einem Mikro einmal eine Anwendung (ein ,,Task``), dann läuft sonst darauf fast nichts mehr, woran Prozessor und Betriebbsystem etwa zu gleichen Teilen schuld sind.
Microsoft Windows ist das typische Betriebssystem: Graphisch einigermaßen aufwendig, aber die Multi-Tasking Fähigkeiten der Maschine sind stark eingeschränkt.
Der typische Prozessor sind die der Intel 386/486 Familie: Um die Modelle kompatibel zu machen, schleift man technologischen Balast mit (Speicherorganisation, Betriebssystem oder veraltete Hardware, siehe auch Editorial der mc 3/94 zum Thema Busse und Power PC), über den die einstmals stolzen Erfinder heute auch nicht mehr so glücklich sind.
Die Mikros sind in der Regel standalone-Maschinen, d.h. sie sind nicht mit anderen Rechnern vernetzt, und die Software wird entweder von der lokalen Platte oder dem Diskettenlaufwerk geholt. PC-Netzwerke mit der entsprechnden Software (z.B.Novell-Net) erlauben es, Daten für viele Maschninen auf einer einzigen Platte (der des ,,Servers``) unterzubringen. Kommunikation ist auf solchen Systemen nur sehr eingeschränkt möglich, etwa das Versenden von Nachrichten im Stil ,,Mittagessen¿`.
Die Systemsicherheit ist einfach geregelt: Wenn man den Rechner verläßt, sperrt man das Zimmer zu, und wenn man einen Virus auf der Platte hat, hat man Backup--Kopien auf Diskette oder eben Pech.